Hip Hop hat gesprochen!

Das modische Allstar-Team “Marco der Pegler”, “Smetty die Lache”, “Gambais No. 1 Export Ndilyo” und meine Vieligkeit (warum immer tiefstapeln?) begaben sich am Samstag in den Postbahnhof, um der Veranstaltung unseres Lieblingsbeimischaufputschers Red Bull (Music Acadamy) namens “Hip Hop spricht” beizuwohnen. Sommerliche Temperaturen, überwiegend auf Style bedachte Menschen und eine Reihe “anderer “Interviews sollten folgen. Aber mal Schritt für Schritt wie auf Krücken, was war da los?

Die Red Bull Music Acadamy hatte zu zwei Panels geladen, in denen einmal Torch, Dendemann, Nico von K.I.Z., Samy Deluxe und Azad an der Seite des moderierenden Schwabingers Davide Bortot (good Job, Du!) über die eher textliche Seite von Rap und der Hip Hop Kultur an sich sprachen und im zweiten Panel Producer wie die Beathoavenz, Tai Jason, Sepalot und DJ Dynamite ein Stelldichein gaben, um ihrer Affinität, dem Producen, nachzugehen und darüber zu sprechen.

Ich muss zugeben, dass ich mich mehr auf das Lyrics-Panel, so nenn ich das mal, konzentriert habe und ansonsten im Backstage (warte, ich sag das noch mal: im BACKSTAGE) den Carlsberg kennen lernte. Netter Typ, leicht beschwippst im Abgang, aber doch. Jedenfalls waren die Panels gut besucht, New Era drängte sich an New Era, wobei, was wunderschön zu beobachten war, es mischten sich auch Ladys unter das Publikum, was im Normalfall bei solchen Veranstaltungen ja eher selten vorkommt; vielleicht gab dazu ja ein wieder rank und schlanker Samy Deluxe den Ausschlag, soviel Klatsch & Tratsch sei auch an dieser Stelle erlaubt…

Faden verloren…

aufheben…

warte…

jetzt!

Definitiv lag da Hip Hop in der Luft, was auch Azad so sah, der sich wiederum (ich komm da aus der Klatsch-Ecke schwer wieder raus merk ich gerade) vom Normalmaß westeuropäischen BDI´s eher in Richtung Ostblock-Statur entfernt und die XXL-Klamotten bald wieder aus dem Schrank holen UND dabei auf tight machen könnte, nahmean?! Der trainiert! Und wo wir gerade dabei sind, Muskuläres anzusprechen seien die Gigs von Morlockk Dilemma und Marteria angesprochen. Besonders Letzterer untermauert mit Songs wie “Der Nazi und das Gras” mal wieder, dass Rap aus Germania Grenzen ausloten kann, ohne sich wie ein billiges Nachmachparfüm vom Vientnamesenmarkt als Kurzweil herauszustellen.

Jedenfalls übertragen wir das mit Word Cup bald schon, darauf wollte ich ja eigentlich hinaus (bitteschön, Chef!).

Euer Mike Peissen!

ps: einige Zeit nach Verlassen des Postbahnhofs fand sich das auf ein Trio geschrumpfte Team um Smetty, Ndilyo und Howard Carpensel (bin ich auch!) in der Bar Tausend ein. Haha, watt die Grunewaldfraktion geblickt hat, als Neukölln im Haus war…anschließend ging es dann aber auch für uns – nun nur noch das “Saufsystem”-Duo in heimischere Gefielde – ab ins Cookies. Aber nicht, ohne auf dem Weg noch diesen Gassenhauser zu rezitieren!

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